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Existenzgründung und ArbeitslosigkeitEINFÜHRENDE INFORMATIONEN ZUR GRÜNDUNG AUS DER ARBEITSLOSIGKEIT HERAUS
Menschen ohne Arbeit - oder jene, die von Arbeitslosigkeit bedroht werden - müssen oft aus der Not eine Tugend machen. Die Wandlung des Arbeitsmarktes weg vom klassischen Beschäftigungsmodell hin zu Leiharbeit, Freelancern etc. zwingt Teile der Bevölkerung dazu, sich neuen Formen des Erwerbs zuzuwenden. Für viele beginnt mit Ende 40 der Kampf um einen Job, der leider allzu oft aufgrund von Absagen und Negativbescheiden in die Hoffnungslosigkeit führt. Das Renteneintrittsalter wird erhöht und gleichzeitig die damit verbundenen Bezüge gekürzt. Mit zunehmendem Alter sinkt zudem die eigene Kraft gegen diese Missstände anzukämpfen und nicht wenige Betroffene stehen vor der Resignation. Um diese Problematik zu umgehen, muss man als Einzelner bereit sein, auch andere Wege zu beschreiten. Eine Existenzgründung ist eine solche Alternative. Eine ähnliche Situation ergibt sich für die jeweiligen Elternteile, die für Ihr Kind flexibel sein möchten. Hier stellt eine selbstständige berufliche Tätigkeit oftmals eine überlegenswerte Alternative zur Teilzeit- beschäftigung dar. Dass man als Unternehmer 10 oder mehr Stunden am Tag arbeiten muss, ist ein Gerücht. Dies trifft meist nur auf wirtschaftsaktive Unternehmen zu oder Neugründungen bestimmter Branchen (Direktvertrieb, Produktion, ...). Die Quote für solche Unternehmen beläuft sich laut aktueller Literatur zwischen 7% und 10%. Dennoch sollte die Bereitschaft für längere Arbeitstage vorhanden sein.
Förderung einer Existenzgründung bei ArbeitslosigkeitWie bereits im Artikel zur Gründungsfinanzierung beschrieben, erhält man bei einer Existenzgründung von Bund und Ländern Fördermittel. Neben den üblichen Programmen zur Unterstützung einer Existenzgründung (KfW-Gründercoaching) stehen zukünftigen Unternehmern, welche aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, weitere Förderungen zu. Genannt seien hier der Gründungszuschuss, das Einstiegsgeld und BAFA-Zuschüsse. Ziel aller Programme ist vorrangig die Insolvenzquote neuer Existenzgründungen zu senken und das Unternehmertum in Deutschland zu stärken. Je nach Programm, Innovationsgrad, Gründervorhaben und lokaler Standortplatzierungen fallen die staatlichen Hilfen unterschiedlich aus. Entweder in Form kleinerer Zuwendungen oder für kapitalzehrende Projekte (Technologiebranche) mit Beträgen in Millionenhöhe. Fördermittel für Existenzgründungen in Sachsen werden hauptsächlich von der Sächsischen Aufbaubank (SAB), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bundesagentur für Arbeit vergeben. |
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